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Tuesday, 21.06.2016

Alles paletti? - Aus dem mac-Plattenlager

mac regional und weltweit

Das mac-Plattenlager am Hauptsitz im rheinland-pfälzischen Langenlonsheim beeindruckt direkt auf den ersten Blick: Auf 40 Stapeln mit bis zu 2,50 Meter Höhe sind hier durchgehend zwischen 2.000 und 2.300 Platten eingelagert.

Was auf den ersten Blick chaotisch aussieht, hat durchaus System: Der größere Teil ist das Standard-Material, sogenannte Starkläufer, die immer benötigt werden: Hier sind die Stapel sortenrein, bestehen also aus Platten desselben Materials und der gleichen Größe. Der kleinere Teil der Platten besteht aus kundenspezifischem Material, welches nur kurzzeitig eingelagert und quasi „wild“ in chaotisch angelegten Stapeln verwaltet wird. Hier weiß tatsächlich nur der Lagerleitrechner, wo sich welche Platte genau befindet.

Trotzdem geht es natürlich auch nicht ohne die Messeexperten! Alle Aufträge werden im Meisterbüro in ein Optimierungsprogramm übernommen. Der sogenannte „Lauf“ geht dann übers Netzwerk ans Lager, in den sogenannten Lagerleitrechner, kommt aber auch nochmal in Papierform an. Der Maschinenführer überprüft, welcher Auftrag zuerst bearbeitet werden muss und ob die benötigte Ware bereits vorhanden ist, so dass er diesen Lauf abarbeiten kann. Dann erst wird der Lauf in den Lagerleitrechner eingelesen.

Die Platten werden vollautomatisch aus dem Lager entnommen und an die Sägen geschickt. Im Gegensatz zu den meisten Plattenlagern verfügt das mac-Lager nicht nur über eine Säge, sondern zwei. Die große Säge kann auch Platten von 5,60 Meter Länge bearbeiten, was nur wenige Messebauer ihren Kunden anbieten können.

Natürlich passiert es, dass eine benötigte Platte aus einem nicht sortenreinen Stapel auch mal ganz unten liegt. Um den geplanten Tagesablauf durch das Umsetzen der Platten nicht zu gefährden, wird vorkommissioniert, also vorab geplant und umsortiert. Dies findet sowohl tagsüber als auch nachts statt.

Bis auf zwei Monate im Jahr sind die Maschinen bis zu 16 Stunden täglich im Einsatz. Ansonsten ließe sich die enorme Masse an Aufträgen gar nicht bewältigen. Alleine 2015 wurden rund 15.000 Platten über das Lager bearbeitet und 21.000 Platten mussten im Zuge der Produktion umgelagert werden. Nur jetzt in den Sommermonaten geht es etwas ruhiger zu im Plattenlager, bevor die nächste Messehochsaison beginnt.

Fotos: mac

Dieser Artikel ist Teil des Newsletters 2 / 2016

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