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Interview BlachReport — 14.10.2021

Wohin geht die Reise bei mac?

Seit einigen Monaten präsentiert sich das Langenlonsheimer Unternehmen mac seinen Kunden und Partnern unter der Marke „mac. brand spaces“. Mit dieser neuen, international einsetzbaren Wort- und Bildmarke will sich das Unternehmen noch deutlicher als bisher als ganzheitlicher Dienstleister im Messegeschäft positionieren, der seinen Kunden nachhaltige Lösungen sowohl für die physische und als auch digitale Livekommunikation bietet. Wir haben nachgefragt bei CEO Stefan Trieb, was das bedeutet.

BlachReport: Neue Marke, neuer Auftritt, neue Units bei mac: Wohin geht die Reise bei mac?

Stefan Trieb: Erfreulicherweise nach vorne. Gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren wir in der Geschäftsleitung davon überzeugt, dass es Zeit war, den bisherigen Auftritt der mac aufzupolieren. Unser neuer – und wie ich finde – moderner Markenauftritt bildet das komplette Geschäft ab: Messen, Möbelbau, Ladenbau und auch Digital Brand Spaces. Natürlich haben wir dabei auch unsere internationale Aufstellung im Blick – immerhin resultiert daraus rund ein Drittel unserer Erlöse.

BlachReport: Sie positionieren sich jetzt als ‚ganzheitlicher Dienstleister im Messegeschäft‘. Wird damit Ihr Portfolio verändert?

Stefan Trieb: Ja. Und das ist auch richtig so. Man muss sehen, dass diese Pandemie unsere Branche schwer getroffen hat. Die mac kam gut durch die Krise. Das ist aber kein Zufall: Wir haben die Zeit genutzt und unsere Strukturen optimiert; neue Geschäftsbereiche wie Digital Brand Spaces entwickelt.

Wir verfügen über besondere Ressourcen, die nur ein Unternehmen mit langer und erfolgreicher Tradition wie mac haben kann. Dazu zählen die langjährig gewachsenen Kundenbeziehungen einerseits und der riesige Schatz an Erfahrungen und Kompetenzen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter andererseits. Wir sind im besten Sinne des Wortes Handwerker, aber zugleich digital vorne mit dabei. Diese Stärken zu stärken war in den vergangenen Monaten unsere Leitidee. Der ‚mac Campus‘ vereint alle Disziplinen und Gewerke an einem Ort. Neben Design- und Projektmanagement zum Beispiel eine leistungsfähige Schreinerei, Lackiererei, Schlosserei und Elektroabteilung.

Wichtig ist mir dabei, dass wir alle Handlungsfelder, also Ökologie, Soziales und Ökonomie, verantwortungsvoll im Blick haben und die mac nachhaltig als Marke im Markt platzieren. Im Februar haben wir erstmals einen Nachhaltigkeitsreport veröffentlicht, den unsere Kunden sehr positiv aufgenommen haben.

BlachReport: Wie wirkt sich das auf die Mitarbeiterstruktur aus?

Stefan Trieb: Auch in der Krise konnten wir selektiv neue Mitarbeiter einstellen, speziell für die Digitalsparte. Teilweise war auch eine Weiterqualifizierung des vorhandenen Personals möglich.

BlachReport: Zitat von Stefan Trieb: ‚mac ist fit für die Transformation des traditionellen Messegeschäftes hin zu einer kreativen und effizienten Verbindung aus realen und virtuellen Räumen‘. Was bedeutet das in der Praxis?

Stefan Trieb: Die Kunden wollen Dialog- und Live-Kommunikation aus einem Guss. Digitale Formate werden postcovid insbesondere als hybride Formate für die Integration von Content sowie zur Reichweitenverlängerung ihren festen Platz haben. Erlebnisse und Angebote müssen aber konsistenten und hochwertigen Content beinhalten. Hierbei können wir unterstützen, weil wir uns in beiden Welten auskennen und dem Kunden so eine aufwändige Steuerung verschiedener Dienstleister ersparen können. Unser Ziel ist immer die Entwicklung von Angeboten mit Konzept und Lösung, die zu den speziellen Kundenbedürfnissen passen.

BlachReport: Spielt diese Positionierung national und international die gleiche Rolle?

Stefan Trieb: Da sehe ich keinen Unterschied. Die Reisemöglichkeiten sind noch unterschiedlich, das entscheidet aktuell über die Balance von digitalen und Präsenzelementen mit. Und bei spitzen Zielgruppen machen digitale Format vielleicht auch in Zukunft Sinn.

BlachReport: ‚Digital‘ spielt bei mac mittlerweile eine wichtige Rolle. Auch bei den Erlösen?

Stefan Trieb: Digitalprojekte spielen auch betriebswirtschaftlich eine signifikante Rolle. Sie reichen aber nicht an die der physischen Formate heran.

BlachReport: Nehmen wir einmal an, Corona wäre morgen einfach verschwunden. Was hätte das für Auswirkungen auf Messen und Ausstellungen und auch für mac?

Stefan Trieb: Das ist sehr hypothetisch, leider. Selbst wenn das Virus verschwunden wäre, würde es noch lange Einschränkungen in den verschiedenen Weltregionen geben, allein aufgrund der doch sehr unterschiedlichen Impffortschritte. Das wird wahrscheinlich ein Prozess über zwei bis vier Jahre, bis sich eine Normalisierung bei Ausstellern und Besuchern aus manchen Regionen wie Südamerika oder Asien einstellt.

Unsere Ausgangslage ist aber gut, denn wir sind ein finanziell gesundes Unternehmen und haben insofern einen langen Atem, um auch längere Flauten zu überstehen.

BlachReport: Was erwarten Sie für mac und den Markt von der weiteren Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten?

Stefan Trieb: Seit Sommer gibt es wieder physische Veranstaltungen und wir haben auch gleich richtig losgelegt – zum Beispiel bei der IAA Mobility. Auf der anderen Seite gibt es immer noch Auftragslücken im Herbst und Frühjahr. Auslastungspeaks und Leerlauf im Wechsel, darauf müssen wir uns wohl in den nächsten zwölf Monaten noch einrichten.

BlachReport: Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen.

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